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Wenn ihr eher konventionelle Touristen seid,
dann ist die Sinis für euch wirklich nicht geeignet ...
zu viel Sonne, zu grün, zu viele Strände, zu viel sauberes Wasser.
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Stefano Benni
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Und dann fehlt die sogenannte Campari-Barriere.

So nenne ich diesen Aufmarsch an Yachten, Motorbooten und Segelschiffen, die den Meereshorizont schöner Gegenden, wie z.B. die der Costa Smeralda, vollkommen besetzt halten. Weiß und schaukelnd erstreckt sich diese Barriere kilometerlang und man nennt sie "Campari", weil sich auf jedem Schiff Gruppen elegant gekleideter und gelangweilter Menschen damit beschäftigen, Campari zu schlürfen.

Dies ist ihre Art das Meer intensiv zu erleben. Zwischen den Haltetauen zu schwimmen ist unmöglich, ihr würdet euch womöglich strangulieren, und bei zu großer Annäherung an eines der Schiffe riskiert ihr sogar eine Gewehrsalve. In der Sinis gibt es diese Barriere nicht und (es ist kaum zu glauben!) ihr könnt dort kreuz und quer schwimmen; das Wasser ist sauber, auch wenn hin und wieder der Mistral ein kleines Souvenir aus Spanien mitbringt.
Es finden sich legendäre Strände, wie Sa Mesa Longa, Is Aruttas, Is Arenas, Mari Ermi, und es gibt die prähistorischen Dünen von Capo Mannu.

In nur vierzig Sekunden kann der zuckergleiche, weiß spiegelnde Sand einen Deutschen rösten. Es gibt Klippen, von denen ihr springen könnt wie in Acapulco, oder ihr könnt die Muränen am Schwanz packen und die Quadrille der Langusten sehen.

In der Sinis ist Frischfisch tatsächlich eine der größten Gefahren für den konventionellen Touristen. Wird euer an uralte Fischstäbchen und Seebarsche gewöhnter Magen diesen köstlichen Ansturm der Meeräschen von Cabras, der Muscheln von Marceddì, der Zahnbrassen und Langusten von Su Pallosu vertragen?

Wird es euch gelingen, der berühmten Vasca delle Mille Chele di Zio Cuccu (»Wanne der tausend Scheren des Onkel Cuccu«) die Stirn zu bieten: Hunderte von Hummern und Langusten leben friedlich darin, doch dutzendweise haben sich Touristen hineingestürzt und sind zerfleischt worden (so will es die Legende!). Werdet ihr Aalsuppe und Meerteufel-burrida widerstehen können?

Und was werdet ihr angesichts der kolossalen Nuraghen (Vorsicht, das sind keine Fische!) sagen? Ganz zu schweigen von den Flüssen und Ebenen, wo die schönsten italienischen Western gedreht wurden, echte Arizona-Stücke, in denen allerdings nicht Bill und Jack auf den Pferden saßen, sondern Collu und Puddu, sardische Reiter, die man zu den besten der Welt zählt.

Und die Gefahren, die durch Tiere entstehen? Steigt auf den Berg von Seneghe und Dutzende von Wildschweinen kommen euch entgegen, um euch das berühmte Heilwasser zu verkaufen.In den Salzseen lassen sich die Flamingos in aufreizenden Posen fotografieren. Am Himmel und knapp über dem Wasserspiegel fliegen Kormorane, Taucher, Baumfalken, Stelzenläufer, marracau (unsere Kolibris) und farbenprächtige camulli. Füchse bedrohen unsere Picknicks. Es wimmelt von wilden Kaninchen, Wachteln, Stachelschweinen, Mauswieseln, Steinmardern, und das berühmte weiße Flusspferd der Salinen ist immer unsichtbar, weil es im Schlamm steckt - aber ich schwör euch, es existiert!

Und die Düfte? Myrte, Sonnengoldblume, Wacholder, Dill, gemischte Grillteller, der große Kochtopf voll Schaf, die kräftigen Käsesorten. Und für die Freunde der Gefahr und der Extremabenteuer: Footing zur Mittagszeit in den unendlichen Salinen von Sale Porcus; von den Felsen von Capo Mannu runterspringen und in der Bucht surfen; auf dem Pferd Concheferru in den Dünen und Pinienwäldern von Is Arenas reiten; sich auf die Wege am Lago Omodeo wagen auf der Suche nach dem großen Flussbarsch; nach Su Pallosu kommen, der sardischen Tortuga, verzaubertes Land, das bewohnt wird von Piraten und Korallenfischern, von camulli-Jägern und Köchen von Muränenkroketten.

VIPs gibt es keine, dafür trefft ihr auf ein fröhliches, sympathisches und stolzes Volk. Schon seit fünfundzwanzig Jahren fahre ich hierher und würde für nichts auf der Welt tauschen, und ich schwöre euch, ich habe die schönsten Meere kennengelernt, von Cuba bis Riccione, von den Comore bis zum Wasserflughafen.

Und wenn ihr in der Dämmerung in einer Hängematte liegt, während eine Languste für euch die launeddas spielt und ihr einen Vernaccia trinkt und dabei den Duft der Sonnengoldblume und den eines gegrillten Spanferkels einatmet, während ein wahrer Sturm von Flamingos das Wort "Willkommen" am Himmel formt (sie sind bestens abgerichtet!), dann werdet ihr sehen, dass ihr euch plötzlich nicht mehr nach dem Leben der Campari-Barriere, der VIPs und nach den verrückten Nächten sehnt.

Und ihr werdet unglaubliche Lust auf ein Bad im unverschmutzten Wasser verspüren. Vorausgesetzt ihr seid nicht allergisch.


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Sunset S'Archittu Westk�ste Sardinien

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Is Aruttas

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